Alster-Grachten-Fahrt 2025
4. Oktober 2025
Alle reden übers Wetter …
… und auch wir müssen es wieder tun:
Bis kurz vor der Alster-Grachten-Fahrt 2025 hatten wir wunderbares Spätsommerwetter. Aber die Wettervorhersagen verhießen nichts Gutes, doch wir hofften bis zum Schluss, dass die Meteorologen sich um einen Tag irren – leider hat das nicht geklappt, aber es wurde nicht so schlimm wie vorhergesagt.
Umso schöner, dass es unerschrockene Paddler gibt, denen das Wetter egal ist. Thomas Nimphy vom Schleswiger Kanuclub war einer von ihnen und hat uns an seinen Eindrücken von diesem Tag teilhaben lassen. Und die möchten wir Euch nicht vorenthalten. Dazu einige Impressionen verschiedener Teilnehmer, aber auch von unseren Helfern vor Ort.
von Thomas Nimphy.
Fotos von Ann-Kathrin, Birgit, Heino, Jannic, Markus, Martin, Thomas
Hamburg von seiner schönsten Seite – Die Alster-Grachten-Fahrt
Ein Bericht von Thomas Nimphy vom Schlewsiger Kanuclub (SKC)
Am 4.10. nahm ich mit meinem Sohn – einem „Ersttäter“ – an der Alster-Grachten-Fahrt teil. Diesmal also eine sehr kleine Gruppe vom SKC, bei strömendem Regen, der auch gar nicht enden wollte.
Doch was macht das den Paddlern letztlich aus, sie sitzen warm bekleidet im körperbeheizten Boot, von Südwester bis Spritzdecke alles regengeschützt und das Wasser lieben sie ja ohnehin …
Schon bei Ankunft helfen zwei Jugendliche vom VfL93 beim Abladen der Boote. Umkleideräume, ein Orgi-Tisch für die Anmeldung und ein buntes Treiben von Teilnehmern erwarten am Bootshaus am Goldbekufer. Die Tour führt durch schöne, teils enge und verschwiegene Kanäle zunächst bis an den Alsterlauf. Prunkvolle Villen am Rondeelteich, reizvolle Hintergärten, alte Bäume, Brückenbögen …
Am westlichen Ufer der Außenalster geht es nach Süden, unter Kennedy- und Lombardsbrücke hindurch, vorbei an der Binnenalsterfontäne bis an den Jungfernstieg und die Alsterdampfer heran.
Hier beginnt am Rathaus das erste Schleusen. Ein guter Wendepunkt für Paddler, die nicht mit in den Niederhafen wollen, spätestens aber vor der zweiten Schleuse, der Schaartorschleuse sollten unerfahrene Kajakfreunde umdrehen.
Dicht an dicht im Pulk wird geschleust, ein Erlebnis in den Booten und eine Attraktion für die Zuschauer auf den Brücken. Die Schaartorschleuse öffnet sich in den Niederhafen, hier erwarten Kabbelwasser und viel Berufsverkehr, es wird unter den Augen der Begleitboote des VfL93, aber auch von Wasserschutzpolizei und Wasserwacht des DRK, das Fahrwasser gequert und unter dem steilen Rumpf der Kap St. Diego entlanggepaddelt. Die „Elfie“ ragt auf ihrem Speichersockel vor uns hoch. Sehr schön auch der Abstecher in den mittelalterlichen Nikolaifleet.
Retour hinauf durch die Schleusen und über die Binnenalster, nun an das östliche Ufer der Außenalster. Hier dürfen wir am HKC anlanden: Es gibt heiße Suppe! Alles dampft vor Feuchtigkeit, Wärme und heißen Getränken.
Es folgt der letzte Tourabschnitt, mein Geheimtipp, wenn auch nicht mehr so spektakulär, vielleicht am meisten Hamburg: Feenteich, Kampnagel, Planetarium und kleiner Stadtparksee – schließlich erreichen wir nun doch erschöpft und redlich durchnässt wieder den Goldbekkanal und das Bootshaus des VfL93. Schön, dass es heiße Duschen und trockene Wechselkleidung gibt!
Warm, erfüllt und mit der Welt im Reinen dürfen wir dann Grillwurst und selbstgebackenen Kuchen genießen und ein kleines Erinnerungsgeschenk gibt es dann auch noch. Meinem Sohn hat es sehr gut gefallen, ich schätze er wird zum „Wiederholungstäter“.
2025 fand die 53. Alster-Grachten-Fahrt als Gemeinschaftsfahrt statt. Seit über 10 Jahren hält Birgit Nesbeda beim Veranstalter, dem Hamburger Verein für Leibesübungen (VfL93) die Fäden eines Organisationsteams mit Aufteilung in verschiedene Bereiche zusammen. 40 bis 50 Personen helfen bei der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung. Die Kanusparte des Vereins hat ca. 180 Mitglieder. Bei der Tour waren vor Corona 300 bis400 Teilnehmer am Start, von „München bis DK“. Bei den sehr schlechten Wetterverhältnissen dieser Tour wurden 116 Boote geschleust, was ca. 150 Teilnehmern entspricht. Langjährig gewachsene, gute Kontakte zu Ämtern wie u.a. Hafenbehörde, Wasserschutzpolizei und Wasserwacht des DRK machen insbesondere das Kajakabenteuer des Niederhafenabstechers überhaupt erst möglich.
Was wünschen sich die Organisatoren von den Teilnehmern? Die unbedingte Beachtung der Sicherheitshinweise der Begleitboote im Niederhafen; Beachtung der Barkassen und eher auf ein Foto verzichten bevor es zu Behinderung und Gefährdung führt.
Es ist schwer beeindruckend, was der VfL93 mit kontinuierlichem Engagement mit dieser Fahrt auf die Beine stellt und man kann sich eigentlich gar nicht genug dafür bedanken. Ein extra Dankeschön an Birgit für diese zusätzlichen Informationen.
Thomas Nimphy
Wir vom Organisiationsteam der Alster-Grachten-Fahrt möchten uns bei Dir, Thomas, für die vielen netten Worte bedanken und dass wir Deinen Bericht als unseren diesjährigen Bericht zur AGF 2025 hier nutzen dürfen. Und hoffentlich bis zum nächsten Jahr – vielleicht sogar wieder mit Deinem Sohn und vielen anderen aus Eurem Club.







































